Auf die Strasse am 1. Mai!

Am 1. Mai, dem internationalen Kampftag der Arbeiter:innenklasse, gehen auf der ganzen Welt die Ausgebeuteten, Unterdrückten und Kämpfenden dieser Erde auf die Strasse. Dieser Tag ist kein normaler Feiertag und kein banales Ritual, sondern Ausdruck des Klassenkampfes gegen ein Gesellschaftssystem, das auf Ausbeutung und unterdrückung basiert. Gerade in einer Zeit, in der sich Krisen und Kriege zuspitzen, ist es notwendig den 1. Mai als Tag des internationalen Widerstands zu begreifen. Er ist ein Tag, an dem wir sichtbar machen, dass die Interessen der Herrschenden nicht unsere Interessen sind und dass unser Kampf nur gemeinsam geführt werden kann.

Kriege nehmen zu, ganze Regionen werden verwüstet und Völker ausgelöscht und immer sind es Arbeiter:innen und Unterdrückte, die ins Elend und in den Tod geschickt werden. Während die Herrschenden von Stabilität und Sicherheit sprechen, trägt die Arbeiter:innenklasse die Folgen von Krieg, Krise und sozialem Abbau. Die Kosten ihrer Ordnung müssen wir tragen, während sie selbst von Macht, Einfluss und Profiten profitieren. Darum ist es umso wichtiger, internationalistisch zu kämpfen und in Solidarität mit allen Arbeiter:innen der Welt zu stehen. Denn die Angriffe auf unser Leben hier stehen in direktem Zusammenhang mit den Kriegen und der Verwüstung anderswo.

Wer gegen diese Zustände kämpfen will, muss auch ihre Verantwortlichen erkennen. Unser Gegner ist die lokale Kriegsindustrie, die mit Waffenexporten am Morden in aller Welt verdient. Unser Gegner ist der kapitalistische Staat und seine Hunde, die diese Ordnung absichern, verwalten und mit Gewalt verteidigen. Auch das Bankenwesen und die Monopole, die die Grundlage des Imperialismus bilden, sind die Feinde der Arbeiter:innenklasse. Sie alle tragen dazu bei, dass Krieg, Elend und Unterdrückung nicht Ausnahmen bleiben, sondern zum normalen Funktionieren dieser Gesellschaft gehören.

Die Antwort darauf kann nicht sein, sich mit marginalen Zugeständnissen der Herrschenden zufriedenzugeben. Denn ihr Frieden ist nicht unser Frieden. Ihr Frieden bedeutet für uns weiterhin Ausbeutung und ein Leben in ständiger Angst, immer unter dem Damokles Schwert des Krieges. Unsere Stärke ist die internationale Solidarität, die wir hier Schulter an Schulter mit den Kämpfenden weltweit im Kampf für die Befreiung von Kapital und Patriarchat leben. Als Arbeiter:innen zu kämpfen bedeutet, die bestehenden Verhältnisse nicht zu verwalten zu wollen, sondern sie zu überwinden. Unser Kampf für die Befreiung und um den Frieden ist deshalb auch der Kampf um die Soziale Revolution.

Kämpfen wir also hier, wo wir stehen, und organisieren wir uns gemeinsam. Tragen wir unseren Widerstand in die Betriebe, auf die Strassen und in unseren Alltag. Brechen wir mit der Vereinzelung und machen wir deutlich, dass wir uns nicht mit dieser Ordnung abfinden werden. gehen wir an den 1. Mai und gehen wir diesen revolutionären Kampf, wie wir ihn schon immer kämpfen! Organisiert, internationalistisch und entschlossen. Zeigen wir, dass unsere Antwort auf ihre Kriege, ihre Krise und ihre Herrschaft der gemeinsame Kampf für Befreiung ist.

Text vom Antikapitalistischen Bündnis Winterthur

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